Es gibt ein Sprichwort der nordamerikanischen Ureinwohner, das im Marketing mehr Wahrheit trägt als jedes Argument, jede Strategie und jeder ausgefeilte Funnel:
„Beurteile niemals einen Menschen, bevor du nicht einen Monat in seinen Mokassins gelaufen bist.“
Ein Satz.
Ein Perspektivwechsel.
Eine radikale Erinnerung daran, worum es wirklich geht.
Und genau hier liegt das Problem, das so viele Websites unsichtbar macht.
Die meisten Websites sprechen – aber sie hören nicht zu.
Sie erzählen von sich.
Von ihren Leistungen.
Von ihren Features.
Von ihren Tools, Zertifikaten und Prozessen.
Aber der Kunde denkt dabei nur eines:
„Weißt du überhaupt, wie es mir geht?“
Diese Frage ist entscheidend.
Denn Sichtbarkeit entsteht nicht, weil du lauter wirst.
Sichtbarkeit entsteht, weil du relevanter wirst.
Und Relevanz entsteht erst, wenn du in den Mokassins deines Kunden läufst.
Was bedeutet das für dein Webdesign?
Es heißt, dass deine Website nicht wie eine Visitenkarte funktionieren darf.
Nicht wie ein Showroom.
Und schon gar nicht wie ein „Schau mal, wie gut wir sind“-Monolog.
Sondern wie ein Spiegel.
Ein Spiegel, in dem dein Kunde sich selbst wiedererkennt – seine Sorgen, seine Wünsche, seine Blockaden, seine Ziele.
Wenn dein Besucher auf deiner Seite landet und innerlich sagt:
„Endlich jemand, der versteht, was ich durchmache.“
… dann hast du gewonnen.
Dann hast du Sichtbarkeit, Vertrauen und Kaufbereitschaft in einem Zug erzeugt.
Wie kommst du in die Mokassins deines Kunden?
Nicht durch mehr Argumente.
Nicht durch mehr Text.
Nicht durch mehr Balkendiagramme.
Sondern durch empathisches Webdesign:
1. Starte immer beim Schmerz – nie bei dir.
Was belastet deinen Kunden gerade?
Was frisst Energie?
Was hält ihn nachts wach?
Zeige, dass du das siehst.
2. Sprich die innere Reise an.
Jeder Kunde hat ein Ziel.
Nicht nur „mehr Umsatz“ oder „eine schöne Website“ –
sondern ein Gefühl: Sicherheit, Kontrolle, Freiheit, Leichtigkeit.
Wenn du dieses Gefühl triffst, entsteht Bindung.
3. Zeige Lösungen, die seine Realität abholen.
Nicht deine Tools in den Vordergrund stellen.
Sondern zeigen: Hier ist der nächste konkrete Schritt für dich.
4. Schreibe Texte, die wirken wie ein Dialog.
Nicht wie eine Werbebroschüre.
Frag dich: „Was würde ich sagen, wenn der Kunde jetzt neben mir steht?“
Warum das so mächtig ist
Weil Menschen nicht nach Websites suchen.
Sie suchen nach Orientierung.
Nach Klarheit.
Nach jemandem, der sagt: „Ich verstehe dich – und ich bringe dich da durch.“
Wenn deine Website dieses Gefühl auslöst, wirst du sichtbar.
Du wirst relevant.
Und du wirst gewählt.
Fazit: Sichtbarkeit beginnt im Herzen, nicht im Header
Das Indianersprichwort erinnert uns daran, worum es wirklich geht:
Verstehen statt überzeugen.
Einfühlen statt argumentieren.
Begleiten statt belehren.
Wenn du die Mokassins deines Kunden wirklich kennst,
wird dein Webdesign nicht nur gut aussehen –
es wird verkaufen.
Lies mehr zum Thema: Warum ein Webdesigner eher ein Psychologe ist…
Mehr zu mir unter „Über mich“ und unter kornelia-exner.de


