Warum Miet-Websites und Abo-Onlineshops für Selbstständige oft zur Kostenfalle werden
„Website zu teuer? Dann miete dir doch einfach einen Onlineshop für 500 € im Monat. Diese Investition bekommst du locker wieder rein!“
Ich sehe solche Aussagen aktuell ständig – auf Instagram, in Ads und in Verkaufsgesprächen. Und auch meine Kunden kommen häufig ind sind der Überzeugung, dass ihre Website direkt Umsätze bringt.
Und ja, ich verstehe absolut, warum der Verlkauf mit solcehn Aussagen so gut funktioniert und die Menschen dann direkt daran glauben.
Es klingt nach einer einfachen Lösung für ein komplexes Problem:
- Kein großes Investment
- Kein Risiko
- Alles wird für dich gemacht
- Einnahmen kommen „automatisch“, schließlich hat man 24/7 geöffnet und ist von überall erreichbar.
Aber genau hier liegt das Problem.
Ich arbeite täglich mit Selbstständigen, die ihre Website oder ihren Onlineshop strategisch aufbauen wollen. Und in den letzten Monaten sind mir immer mehr Kund:innen begegnet, die genau auf solche Modelle gesetzt haben.
Was sie mir erzählen, ist fast immer identisch.
Die Illusion vom „fertigen Onlineshop, der Geld verdient“
Die Versprechen sind groß:
- „Done-for-you Onlineshop“
- „Garantierte Einnahmen ab dem ersten Monat“
- „Du musst dich um nichts kümmern“
- „Mit wachsender Bekanntheit steigt dein Umsatz automatisch“
Das klingt nach einem sicheren Business-Modell.
In der Realität passiert Folgendes:
Die ersten Monate im Onlineshop
- 0 € Umsatz
- Keine Sichtbarkeit bei Google
- Keine organische Reichweite
- Keine bestehenden Kunden
Was viele unterschätzen:
Ein Onlineshop ist kein fertiges Business. Es ist ein Werkzeug.
Und dieses Werkzeug bringt dir erst dann Geld, wenn du weißt, wie du es einsetzt.
Und übrigens: Das gilt auch für einen Shopify Shop, eine WIX- oder Jimdo-Website
Der häufigste Fehler: Die Rechnung geht nicht auf
Ein typisches Beispiel aus meiner Praxis:
- Monatliche Shop-Miete: 500 €
- Laufzeit: 24 Monate
- Erwartete Einnahmen laut Anbieter: 1.000–1.500 € pro Monat
Das Problem:
Diese Rechnung basiert auf Annahmen – nicht auf Realität.
Was wirklich passiert ist:
- Monat 1–3: 0 € Umsatz (Google kennt den Shop noch nicht)
- Monat 4–6: erste Einnahmen, aber lange nicht kostendeckend
- Zusätzliche Kosten: Marketing, Werbung, Zeit, Tools
Nach ein paar Monaten entsteht Druck.
Nach einigen weiteren Monaten: Unsicherheit.
Und irgendwann: echte finanzielle Probleme.
Nicht, weil der Shop schlecht ist.
Sondern weil die Strategie fehlt.
Warum Miet-Websites ein so gutes Geschäftsmodell sind
Für den Anbieter.
- Du zahlst monatlich
- Du bist lange gebunden
- Du bezahlst über die Laufzeit deutlich mehr als den eigentlichen Wert
Das erinnert stark an Modelle aus dem Immobilienbereich:
Kaufe dir eine Immobilie und sorge dür ein sicheres Einkommen ab Tag 1 denn:
„Die Mieteinnahmen decken die Kosten locker.“
In der Theorie vielleicht.
In der Praxis ist das selten so einfach.
Die unbequeme Wahrheit über Websites und Onlineshops
Ich sage es dir ganz direkt:
- Eine Website bringt dir nicht automatisch Kunden
- Ein Onlineshop generiert nicht von allein Umsatz
- Sichtbarkeit entsteht nicht durch „online sein“ und „hallo hier bin ich“
- KI ersetzt keine Marketingstrategie
Du kaufst keine Website – du kaufst Hoffnung
Das ist der Punkt, den viele nicht hören wollen:
In solchen Abo-Modellen kaufst du nicht wirklich:
- nachhaltige Sichtbarkeit
- funktionierendes Marketing
- oder ein aufgebautes Business
Du kaufst die Hoffnung, dass es schon irgendwie funktionieren wird.
„Ich will doch jemanden, der alles für mich macht“
Das ist absolut verständlich.
Du bist selbstständig.
Du hast genug zu tun.
Du willst dich nicht in alles einarbeiten.
Aber:
Gute Unterstützung bedeutet nicht, dass du die Verantwortung komplett abgibst.
Und vor allem bedeutet es nicht, dass du dich in ein Modell begibst, das wirtschaftlich nicht zu dir passt.
Denn in diesen Fällen passiert genau das:
Du baust nicht dein Business auf.
Du finanzierst das Geschäftsmodell von jemand anderem.
Was wirklich funktioniert: Strategie statt FOMO
Die besten Entscheidungen entstehen nicht aus Angst, etwas zu verpassen.
Sondern aus Klarheit.
Wenn du eine Website oder einen Onlineshop aufbauen willst, brauchst du:
- eine klare Positionierung
- ein durchdachtes Angebot
- eine realistische Marketingstrategie
- ein Verständnis für deine Prozesse
Und ja – auch Unterstützung.
Aber die richtige Unterstützung.
Fazit: Triff bewusste Entscheidungen für dein Business
Wenn du gerade überlegst, in eine Website oder einen Onlineshop zu investieren, dann stell dir eine einfache Frage:
Baue ich gerade mein Business auf – oder bezahle ich dafür, dass jemand anderes sein aktuelles Business skaliert?
Wenn du diese Frage ehrlich beantwortest, triffst du automatisch bessere Entscheidungen.
Du willst es richtig aufbauen?
Ich unterstütze Selbstständige dabei, Websites und Onlineshops nicht nur „schön“, sondern vor allem strategisch sinnvoll und profitabel aufzubauen.
Ohne leere Versprechen.
Ohne Abo-Fallen.
Ohne FOMO.
👉 Wenn du willst, schauen wir uns dein Vorhaben gemeinsam an. Schreib mir über das Kontaktformular oder schau in meinen Kalender und buch dir einen Beratungstermin.
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