Wie du vermeiden kannst, dass deine Sichtbarkeit leidet – und was ein Serponado für Business-Starterinnen bedeutet
Stell dir vor, du investierst Wochen oder sogar Monate in deine Website. Du veröffentlichst Blogartikel, präsentierst deine Angebote und freust dich über die ersten Besucher.
Und dann passiert etwas, das viele Unternehmerinnen völlig überraschend trifft:
Deine Rankings brechen ein. Deine Website wird kaum noch gefunden. Anfragen bleiben aus.
Genau das beschreibt der Begriff Serponado.
Das Wort setzt sich aus SERP (Search Engine Results Page – die Google-Suchergebnisse) und Tornado zusammen. Es steht sinnbildlich für die heftigen Veränderungen, die Google-Updates verursachen können. Wie ein Tornado fegen sie durch die Suchergebnisse und wirbeln die Platzierungen vieler Websites durcheinander.
Für Unternehmen und Unternehmerinnen kann das erhebliche Folgen haben:
- weniger Besucher
- weniger Sichtbarkeit
- weniger Anfragen
- sinkende Umsätze
Ein Serponado entsteht jedoch nicht zufällig. Häufig trifft er vor allem Websites, die keine klare Strategie besitzen, technisch veraltet sind oder Inhalte bieten, die den Nutzern keinen echten Mehrwert liefern.
Berühmte Serponados der SEO-Geschichte
Google entwickelt seinen Suchalgorithmus seit vielen Jahren kontinuierlich weiter. Manche Updates waren so einschneidend, dass ganze Branchen ihre SEO-Strategien komplett überdenken mussten.
2003 – Der Florida-Serponado
Kurz vor Weihnachten traf Google mit dem Florida-Update tausende Online-Shops. Viele verloren praktisch über Nacht ihre guten Platzierungen.
Damals funktionierten Tricks wie Keyword-Stuffing oder künstlich optimierte Seiten plötzlich nicht mehr.
Die wichtigste Erkenntnis: Google belohnt keine Manipulation, sondern hilfreiche Inhalte.
2011 – Der Panda-Serponado
Mit Panda begann eine neue Ära.
Unzählige Webseiten hatten massenhaft kurze, oberflächliche Texte veröffentlicht – hauptsächlich für Suchmaschinen geschrieben.
Google änderte die Spielregeln.
Websites mit hochwertigem Content gewannen, sogenannte Content-Farmen verloren Millionen Rankings.
Die wichtigste Erkenntnis: Qualität schlägt Quantität.
2012 – Der Pinguin-Serponado
Viele Unternehmen versuchten damals, sich mit gekauften Backlinks nach oben zu bringen.
Google erkannte diese künstlichen Linknetzwerke und entwertete sie.
Für zahlreiche Websites bedeutete das einen dramatischen Rankingverlust.
Die wichtigste Erkenntnis: Vertrauen lässt sich nicht kaufen. Natürliche Empfehlungen und hochwertige Inhalte sind langfristig erfolgreicher.
2018 – Der Medic-Serponado
Besonders stark betroffen waren Gesundheits-, Finanz- und Beratungsseiten.
Google prüfte wesentlich kritischer:
- Wer schreibt die Inhalte?
- Ist die Person kompetent?
- Kann der Nutzer der Website vertrauen?
Seitdem spielen Expertise, Autorität und Vertrauen (E-E-A-T) eine zentrale Rolle.
Die wichtigste Erkenntnis: Menschen kaufen von Menschen, denen sie vertrauen.
Seit 2022 – Die Core-Serponados und die KI-Revolution
Heute veröffentlicht Google mehrmals pro Jahr umfangreiche Core Updates.
Zusätzlich hat künstliche Intelligenz die Suchergebnisse grundlegend verändert.
Mit den AI Overviews erscheinen Antworten häufig direkt in den Suchergebnissen. Nutzer erhalten Informationen, ohne eine Website anzuklicken. Gleichzeitig entsteht ein neuer Wettbewerb: Wer mit seinen Inhalten von der KI als vertrauenswürdige Quelle berücksichtigt wird, gewinnt deutlich an Sichtbarkeit.
Die Anforderungen an Websites steigen dadurch weiter.
Die wichtigste Erkenntnis: Eine Website muss heute nicht nur für Google, sondern auch für KI-Systeme verständlich, strukturiert und vertrauenswürdig aufgebaut sein.
Was bedeutet das für Business-Starterinnen?
Die gute Nachricht lautet:
Du musst keine Angst vor dem nächsten Serponado haben. Und du kannst den Serponado auch als Sichtbarkeitskick für dich nutzen
Wenn deine Website von Anfang an strategisch aufgebaut wird, hochwertige Inhalte bietet und deine Besucher gezielt durch dein Angebot führt, bist du deutlich widerstandsfähiger gegenüber den ständigen Veränderungen.
Viele Business-Starterinnen konzentrieren sich zunächst auf das Design ihrer Website. Das ist verständlich – schließlich soll sie professionell aussehen.
Doch Sichtbarkeit entsteht nicht durch schöne Farben oder moderne Animationen.
Sie entsteht durch:
- eine klare Positionierung
- eine durchdachte Website-Struktur
- Inhalte mit echtem Mehrwert
- Suchmaschinenoptimierung von Beginn an
- Vertrauen durch Persönlichkeit und Expertise
- technische Qualität
- eine klare Besucherführung
Genau deshalb spreche ich von einer Website als System.
Eine Website sollte nicht einfach nur online sein. Sie sollte kontinuierlich neue Besucher gewinnen, Vertrauen aufbauen und Interessenten Schritt für Schritt zu Kundinnen machen.
Dann verliert auch der nächste Serponado seinen Schrecken.
Denn Google verändert ständig seine Algorithmen – aber eines bleibt seit über 20 Jahren gleich:
Websites, die Menschen wirklich weiterhelfen, haben langfristig die besten Chancen auf nachhaltige Sichtbarkeit.
Der Serponado für kexDESIGN