Ich öffne das Internet, Social Media oder mein E-Mail Programm und da steht er wieder. Dieser eine Satz. In jeder Anzeige, in jedem Reel, in jedem Newsletter. Immer anders formuliert, immer dasselbe gemeint:
„Dir fehlt nur noch diese eine Sache.“
Und dann läuft es. Dann kommen die Kunden. Dann ist das Business endlich da, wo es hin soll.
Klar.
Das ist keine neue Masche. Das ist die älteste Geschichte der Welt: Nimm diese eine Frucht, dann wird alles anders – so lesen wir es bereist in der Bibel und bei Adam und Eva.
Übersetzt ins Online-Business klingt das so:
- „Wenn du Webinare machst, DANN verkaufst du endlich.“
- „Wenn du mit diesen Miniprodukten anfängst, DANN machst jeden Tag Umsatz.“
- „Wenn du Facebook-Ads mit meinem System schaltest, DANN kommen die Kunden von allein.“
- „Wenn du täglich mit diesem Trick auf Instagram postest, DANN wirst du sichtbar und hast in einem Monat 1.000 Follower.“
- „Wenn du deine Website als Landigpage so designst, DANN läuft es wie von selbst.“
Und weißt du was? Ich habe das auch einmal geglaubt.
Und ja: Ich bin selbst darauf reingefallen
Ich habe ein Agenturcoaching gebucht. Ich hatte Druck und musste mein Business von einem tag auf den anderen um 100% steigern Und dem inneeren Druck folgend bezahlte ich 5.000 Euro für Anleitungen, Coaching und Austausch. Alles mit Life-Time Garantie.
Das Versprechen, mit dem das Angebot verkauft wurde kannte ich schon, bevor ich es gehört hatte – und es war trotzdem genau das, was ich wollte:
„Du arbeitest damit endlich AN deiner Agentur statt IN deiner Agentur.“
Das Geld war dabei noch der kleinere Posten.
Was es wirklich gekostet hat, waren die Stunden. Stunden für Planung. Stunden für Umsetzung. Und vor allem: unzählige Stunden für Recherche. Denn die empfohlenen Tools und Wege passten schlicht nicht zu mir und nicht zu meiner Agentur. Also musste ich für jeden Schritt erst herausfinden, wie er in meiner Realität überhaupt funktioniert.
Bei meinen Recherchen ergabe sich einige Dinge, die mich weiter gebracht haben, einiges war aber schlichtwweg falsch und andere Empfehlungen waren sogar kaum empfehlenswert.
Die meisten Umsetzung habe ich aus Kostengründen selbst gemacht. Der Umfang war immens. Und all das lief neben dem Tagesgeschäft – neben Kundenprojekten, Terminen, Deadlines.
Das Ergebnis war die Ironie der ganzen Sache:
Ich habe nie so viel IN meiner Agentur gearbeitet wie in der Zeit, in der ich AN meiner Agentur arbeiten sollte. Und ich habe mich wie im Hamsterrad befunden, was mir das Denken unheimlich erschwert hat. Statt mich mit mir und meinen individuellen Anforderungen zu beschäftigen habe ich mich mit jeder Menge Empfehlungen rumgeschlagen, die weder zu mir passten noch Erleichterung brachten.
Was mir tatsächlich gefehlt hat
Irgendwann musste ich mir das eingestehen. Und die Antwort war unbequem, weil sie so unspektakulär ist:
Mir hätte ein strukturiertes 1:1-Coaching gutgetan. Mit regelmäßigen Terminen. Mit einzelnen, klar abgegrenzten Schritten. Mit jemandem, der auf meine Situation schaut und nicht auf einen Standardplan.
Was ich bekommen habe, waren Online-Aufzeichnungen und pauschale Tipps – abgeleitet aus genau einem Werdegang. Nämlich dem des Coaches. Zudem waren die Inhalte so, dass ich diesem Coach keine 1:1 Zusammenarbeit zugetraut hätte. Und zu allem Überfluss waren diese 1:1 Termine auch vom Budget und Umfang ihren preis nicht wert.
Auch wenn so etwas funktionieren kann… bei mir hat es das nicht.
Und diese Erfahrung ist der Grund, warum mein Mentoring heute so aussieht, wie es aussieht.
Es ist nie EINE Sache
Nie!!!
Unter keinen Umständen.
Auch dann nicht, wenn die nächste Anzeige dir das Gegenteil verspricht.
Erfolg im Business ist immer ein Zusammenspiel. Ein System, in dem jedes Teil das andere trägt. Du musst nicht alles zusammen umsetzen aber du brauchst immer verschiedene Elemente, die zusammen passen.
Ein Business ist wie ein Schlüssel. Jede Zacke muss sitzen. Genau an der richtigen Stelle, in der richtigen Tiefe. Eine Zacke zu kurz – und die Tür bleibt zu. Egal wie schön der Schlüssel aussieht.
Genau deshalb ist es so anspruchsvoll, ein Business aufzubauen, das trägt. Nicht weil du zu wenig weißt. Sondern weil du die Teile in die richtige Ordnung bringen musst.
Und genau deshalb funktioniert der zwölfte Kurs nicht besser als der elfte.
Ein Haus baust du nicht aus Gipskarton
Stell dir vor, jemand baut ein Haus – und benutzt nur Gipskarton. Kein Fundament. Keine Statik. Keine Leitungen.
Sieht auf dem ersten Foto großartig aus. Beim ersten Sturm ist es weg.
Genau so baust du kein Business:
- nicht nur aus Social-Media-Content
- nicht nur aus einer hübschen Website
- nicht nur aus SEO
- nicht nur aus Ads
- nicht nur aus Texten
Das Wertvolle ist nie die einzelne Zutat. Es ist die Zusammensetzung.
Ein Beispiel, das gar nichts mit Websites zu tun hat
Vor Kurzem bekam ich eine künstlerische Anfrage: ein Kunstobjekt zum Thema Kneipp.
Und ich fange dabei nicht an, wild draufloszuarbeiten.
Ich plane das Motiv. Ich überlege, wie das Objekt später stehen soll – auf welcher Fläche, in welcher Höhe, aus welchem Blickwinkel man es sieht. Ich entscheide, welches Material dazu passt. Und erst dann lege ich die Reihenfolge der Arbeitsschritte fest.
Warum?
Weil man ein Material nicht rückwärts wechseln kann. Weil ein Objekt, das nicht sicher steht, kein Objekt ist, sondern ein Problem. Und weil die schönste Oberfläche nichts rettet, wenn die Konstruktion darunter nicht trägt.
👉 Kein Mensch würde das anders machen.
Bei Websites und beim Business-Aufbau machen es trotzdem fast alle. Da wird zuerst das Sichtbare gebaut – das Design, der Post, die Anzeige. Und die Frage nach dem Fundament kommt erst, wenn es nicht funktioniert und wenn schon viel Startkapital verbrannt ist.
Was das für deine Website bedeutet
Wenn Frauen zu mir ins Mentoring kommen, ist die Frage fast immer eine Detailfrage:
„Welches Theme soll ich nehmen?“ „Soll ich einen Blog starten oder lieber Reels?“ „Wie bekomme ich Platz 1 bei Google?“
Und in den meisten Fällen ist das gar nicht das Problem.
Das Problem sitzt eine Ebene tiefer. Im System.
Ein aktuelles Beispiel aus meiner Agentur
Ich habe gerade eine Anfrage für einen Onlineshop bekommen. Dropshipping. Der Anbieter stellt 6.000 Artikel zur Verfügung.
Und der Shop selbst ist dabei überhaupt nicht das Problem. Den kann ich bauen und den kann jeder andere bauen.
Das Problem liegt in der Vorarbeit. In Fragen, die beantwortet sein müssen, bevor überhaupt jemand ein Design anschaut:
- Für wen ist der Shop? Wer alle 6.000 Artikel anbietet, ist einer von vielen. Wer eine klare Auswahl trifft, wird zu jemandem mit Profil.
- Welche Preise nimmst du – und wie begründest du sie? Ein Preis ohne Begründung ist im Vergleich immer der falsche.
- Hast du wirklich alles kalkuliert? Handlingkosten. Porto. Verpackung. Retouren. Deine eigene Arbeitszeit. Werbung. Und ja: deinen Gewinn.
- Gibt es rechtliche Einschränkungen? Pflichtangaben zu den Produkten zum Beispiel.
Bleiben diese Fragen offen, entsteht ein technisch einwandfreier Shop, der zuverlässig Geld verbrennt.
👉 Genau deshalb rede ich am Anfang selten über Technik.
Ich schraube dann nicht an Farben und Überschriften herum. Ich repariere die Reihenfolge:
🔹 Positionierung Wer bist du für wen – und warum ausgerechnet du?
🔹 Angebot Was verkaufst du konkret, zu welchem Preis, für welches Ergebnis?
🔹 Struktur der Website Welche Seiten braucht es, in welcher Reihenfolge, mit welchem Ziel pro Seite?
🔹 Inhalte Sagen deine Texte das, was deine Wunschkundin hören muss – oder das, was du gern sagen möchtest?
🔹 Sichtbarkeit Wie findet dich jemand, der dich noch nicht kennt? (SEO, Blog, Google-Profil)
🔹 Umsetzung Wer macht es wann fertig – und was passiert, wenn du zwei Wochen keine Zeit hast?
👉 Alles greift ineinander. Nichts bleibt isoliert.
Ein neues Design auf einer unklaren Positionierung ist Gipskarton. Ein Instagram-Post ohne Website dahinter ist Gipskarton. SEO für ein Angebot, das niemand versteht, ist Gipskarton.
Eine Landingpage für 8.500 Euro – und kein einziger Anruf
Eine Coachin kam zu mir, nachdem sie schon investiert hatte. Richtig investiert.
8.500 Euro für eine Landingpage. Fertig erstellt. Mit der klaren Zusage: Über den Funnel kommen die Leads dann automatisch.
Bezahlt hat sie allerdings nicht nur mit Geld.
Die Texte schrieb sie selbst. Dann korrigierte sie. Dann korrigierte sie noch einmal. Und noch einmal. Wochenenden, Abende, Nerven. Das, was als „schlüsselfertig“ verkauft wurde, war in Wahrheit ein zweiter Job.
Und das Ergebnis?
Kein Lead. Kein Anruf. Keine einzige Anfrage.
Nicht wenige. Keine.
Warum das so kommen musste
Der Grund war nicht das Design. Der Grund war: Die Seite war praktisch nicht auffindbar.
Eine Landingpage steht per Definition allein. Sie hat keine Struktur drumherum, kein Menü, keine Inhalte, über die Google sie einordnen könnte. Sie ist ein Auffangbecken – und wenn oben nichts hineinläuft, bleibt sie eben leer.
Dazu kamen handwerkliche Fehler in der Umsetzung. Kleine Dinge, die man von außen nicht sieht, die aber genau den Unterschied machen.
Sie hatte ein Instrument gekauft. Ein nacktes, teures, alleinstehendes Instrument. Ohne Orchester.
UND ihr fehlte das Wissen, wie sie weitermachen sollte.
Was es wirklich gebraucht hätte
Nicht eine Seite. Einen Prozess:
- eine Landingpage, die zu einem Angebot gehört
- ein E-Mail-Tool oder CRM, das die Kontakte aufnimmt und weiterführt
- Werbung, die geplant, geschaltet und ausgewertet wird
- und jemanden, der nachfasst, wenn sich jemand meldet
Erst dann wird aus einer Seite ein Funnel.
Und jetzt kommt der Teil, der mich bis heute ärgert: Für diesen Prozess war kein Geld mehr da.
Das Budget steckte komplett in dem einen Baustein – ausgerechnet in dem, der allein nie funktioniert.
👉 Der Schlüssel hatte genau eine Zacke. Eine sehr teure.
Was wir dann gemacht haben
Wir haben mit dem angefangen, was ohne neues Budget möglich war.
Zuerst: analysieren. Wo steht die Seite überhaupt, wie kommt jemand dorthin, was passiert dort?
Dann haben wir die Landingpage in ihre bestehende Website integriert. Damit stand sie nicht länger allein im Nirgendwo, sondern gehörte zu etwas – mit Verbindungen, mit Kontext, mit einem Weg dorthin.
Wir haben Metatexte und Suchwörter ergänzt, damit Google die Seite überhaupt einordnen kann. Und wir haben die alten Code-Schnipsel der Agentur entfernt, die noch immer nach außen verlinkten.
Zum Schluss bekam sie eine Schulung, damit sie ihre Inhalte selbst ändern kann. Plus eine Anleitung für die Schritte, die als Nächstes dran sind – in der Reihenfolge, in der sie Sinn ergeben.
👉 Aus einem teuren Einzelteil wurde ein Teil ihres Systems.
Und das Beste daran: Dieser Schritt hat keine 8.500 Euro gekostet.

Und jetzt der ehrliche Teil
Lass dir von niemandem einreden, dass dir nur noch diese eine Frucht fehlt.
Auch nicht von mir.
Mein Mentoring ist kein Zauberstab. Es ist kein Kurs, den du konsumierst und danach ist alles anders. Wenn du nach vier Wochen dasitzt und nichts umgesetzt hast, hat sich nichts verändert – da bin ich ehrlich.
Was du bei mir bekommst, ist etwas anderes:
- die Reihenfolge, in der die Dinge sinnvoll aufeinander aufbauen
- Feedback auf das, was du tatsächlich machst
- Co-Working, damit es fertig wird und nicht im Entwurf hängen bleibt
- Frauen, die den gleichen Weg gehen und die gleichen Fragen haben
- und den ehrlichen Satz „Das brauchst du gerade nicht“, wenn du dich verzettelst
👉 Ohne Berater-Chinesisch. 👉 Ohne Druck. 👉 Dafür mit Klarheit und Fortschritt.
Warum ich so arbeite
Seit 01.01.200 begleite ich Unternehmen im Marketing, beim Aufbau von Sichtbarkeit und in Veränderungsprozessen. In dieser Zeit habe ich sehr viel Geld in Einzelteilen versickern sehen.
Was mich daran am meisten ärgert: Es trifft fast immer die, die es ernst meinen. Die, die sich Mühe geben. Die, die abends noch am Text sitzen und wirklich alles richtig machen wollen.
Deshalb arbeite ich nicht mit starren Konzepten, sondern mit dir – als Unternehmerin.
Ich stehe für:
- partnerschaftlichen Austausch
- klare, ehrliche Kommunikation
- direkte Umsetzung statt Theorie
- Stärkung deiner unternehmerischen Fähigkeiten
Und mein Ziel ist ein ungewöhnliches für jemanden, der Mentoring verkauft: Ich möchte, dass du mich irgendwann nicht mehr brauchst.
Dass du deine Inhalte selbst änderst. Dass du erkennst, wann ein Angebot Unsinn ist. Dass du dein Business selbst tragen kannst.
Genau das hätte ich mir damals gewünscht – nach meinen 5.000 Euro.
Der Unterschied zwischen einem Business und einem Zufall
Ein System ist unbequemer als ein Trick. Es dauert länger. Es lässt sich schlechter in einer Werbeanzeige verkaufen.
Aber es hält.
Alles andere ist ein geschäftlicher One-Night-Stand: kurz aufregend, am nächsten Morgen ist niemand mehr da.
Du willst kein virales Wochenende. Du willst ein Business, das dich in fünf Jahren noch trägt.
Und dafür brauchst du keinen weiteren Kurs.
👉 Dein nächster Schritt
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Du willst nicht mehr allein arbeiten? Im kexDESIGN-Mentoring bauen wir dein System gemeinsam auf. Mit wöchentlichen Impulsen, Co-Working und einem Netzwerk von Unternehmerinnen, die den gleichen Weg gehen. Die Plätze sind begrenzt, weil mir persönliche Begleitung wichtig ist. → Kostenloses Kennenlerngespräch buchen
Wir klären, wo du stehst, ob das Programm zu dir passt – und ob du bereit bist.
💬 Und du?
Welche „eine Sache“ hat dir schon mal versprochen, alles zu verändern? Schreib es mir in die Kommentare – ich lese jeden einzelnen.